Aus dem „Namaskar“ wird wieder ein „Servus“…
„…was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus.“
1. Johannes 1,3

Brrrr…kalt, frieren….ein eindeutiges Zeichen dafür, dass ich wieder österreichischen Boden unter den Füßen habe. Seit nun ca. 1 ½ Wochen bin ich wieder auf ´em Schlösschen, in den Bergen. Aktuell liegt kaum noch Schnee, die Sonne scheint die letzten Tage so genial, dass wir es genießen können immer wieder eine Lichtdusche zu nehmen. Die Vögel zwitschern,…der Frühling steht vor den Schlossmauern.

Unsere Reise in diese andere Welt, eine andere Kultur, zu Freunden war eine sehr gesegnete Zeit. Eine Zeit der Bewahrung, der Gnade, der Freude, der Gemeinschaft, der glitzernden und strahlenden Kinderaugen, des Schmunzelns, des Lachens, des täglichen Erlebens, dass unser Gott ein lebendiger, ein liebender, ein gerechter und wahrer Gott ist. Wir durften staunen wie Sein Werk in Indien wächst und sehen, dass Er uns, in unserer Schwachheit, gebraucht und herausgefordert hat.

Das Erlebte euch ein Stückweit näher zu bringen und greifbarer zu machen, möchte ich gern versuchen. Worte allein reichen nicht wirklich aus und können nur bedingt das wiedergeben, was wir haben erleben und erfahren dürfen…

Ermutigungsprogramm, Crusher Area, Lepradorf, Evangelisation, mit den Kids spielen, Andachten halten und gestalten, singen, Besuch verschiedener Dörfer, staff meeting, Besuch der drei Kinderheime (zwei Jungen - & ein Mädchenheim), Besuch des neu entstehenden Schulgebäudes, Tageshortprojekte, Anspiele…. gehörten, um einige zu nennen, zu unseren Programmpunkten, welche wir gestalten, besichtigen, … durften.


Lepradorf


Schüler und das wachsende Schulgebäude

In allem durften wir jeden Tag neu Gottes Größe erkennen. Es ist wirklich der Wahnsinn, wie Gott dort vor Ort sein Reich baut und mit wie viel Leidenschaft und Herz die Mitarbeiter sich einsetzen für unseren himmlischen Vater. Dienen! Mich beschämt es immer wieder aufs Neue. Wie sehr ist es dir / mir ein Anliegen sich gebrauchen zu lassen von ihm? Bin ich / bist du ganz bereit dich von ihm füllen zu lassen, dass er dich / uns wirkt? Wir haben das Recht uns seine Kinder nennen zu dürfen und haben das Privileg IHN zu repräsentieren. Du, ein Repräsentant Gottes! Schon mal drüber nachgedacht???

Tausende von Kilometern haben wir per Bahn, Bus, Auto, Motorrad, zu Fuß zurück legen können. Begleitete von Mücken, Kakerlaken, einer Schlange, Geckos, Ameisen,…. Auf all diesen Wegen können wir nur DANKE sagen. Danke für Bewahrung. Es ist nicht selbstverständlich, dass trotz Motorrad Unfällen, nicht gerade kleinen Straßenlöchern nicht wirklich was Schlimmes passiert ist. Praise the Lord! :)
Von all den Eindrücken nur ein Paar herauszunehmen, ist gar nicht so einfach.



Hättet ihr diese Kinderaugen sehen können, voll Freude, Dankbarkeit, Zufriedenheit, Liebe …euer Herz hätte ebenso einen Luftsprung gemacht. Es ist einfach bereichernd mit ihnen, und sie sind sooooo toll, gemeinsame Stunden verbringen zu dürfen. Neben Spiel, Spaß und Spannung (und im Cricket sind sie definitiv besser als wir), konnten wir gemeinsam Lieder singen, tanzen (lernen), viel lachen, Rätselspaß und biblische Geschichten hören und durch pantomimische Anspiele lebendig werden lassen. Themen wie „You are Special!“ „Du, ein Königskind!“ „Gottvertrauen“ haben wir gemeinsam erarbeiten können. Mit einem dicken Grinsen im Gesicht durften wie erleben, wie von diesen Kindern einige von ihnen Zeugnis gegeben haben. Erzählt haben wie Gott ihr Leben verändert hat und sie dieses Geschenk weitergeben möchten :)! Halleluja…





Gott hat Humor - ja das hat er. Seine Wege Menschen zu erreichen und zu berühren können wir gelegentlich mit einem großen Schmunzeln betrachten. Ein Missionar hat beim Zusammentreffen von einer Familie berichtet, deren Ziege krank war. Ziege, ein Nutztier und u.a. Existenz in Indien. Was passiert wenn dieser Teil des Lebens wegfällt. Der Missionar hatte von Gott und seinem Geschenk in seinem Sohn erzählt,…die Familie meinte, „Wenn dein Gott das wirklich kann, dieses Tier heilen, dann wollen wir auch an ihn glauben.“ Dem Herrn sei Dank. Die Ziege wurde durch Gebet quietsch fidel :) und die ganze Familie hat dem Hinduismus den Rücken gekehrt und sind heute Gläubige in Jesus Christus.

Was ich persönlich am erschreckendsten fand? Was mich wirklich innerlich schwer gemacht hat, war so wie im vergangenen Jahr, der Besuch in der Crusher Area (Steinbruch). Meiner Meinung nach, dort zu arbeiten ist unmenschlich. Mann, sowie Frau schleppen 6,5 Tage die Woche Steine. Auf dem Kopf, nachdem sie teilweise schon etwas von Hand zerkleinert wurden. Danach wurden sie in die entsprechenden Maschinen gefüllt, um sie zu Splitt und Schotter zu verarbeiten. Arbeitshandschuhe, Atemmasken, blauer Himmel, grüne Bäume sind in diesem Gebiet nur im Traum zu sehen. Körperliche Gebrechen lassen nicht lange auf sich warten. Arbeiten und leben dort, Kinder können nicht in die Schule gehen….da kann man doch in Kalkutta besser auf der Straße leben. Unglaublich erschütternd. Umso schöner war es, mit unseren indischen Geschwistern gemeinsame Zeit verbringen zu können. Bitte betet ganz besonders für sie. Die meisten von ihnen haben nach der Christenverfolgung 2008 woanders keine Arbeit gefunden. Wir sind dankbar, dass es nun ermöglicht wurde, Dank einer Spende, Atemmasken zu besorgen. Ebenso ein Stück Land zu kaufen, damit unsere Geschwister in den freien Stunden sich erholen können, frische Luft atmen können, Familienleben genießen können, Gottesdienst feiern können - thank you heavenly father!



Dies, ein kleiner Einblick in dessen was wir haben sehen dürfen…. Gott ist lebendig und tut auch heute noch Wunder - Stunde um Stunde, Tag für Tag.


Wir durften miterleben wie sich 11 haben taufen lassen!

Ermutigt und gestärkt bin ich zurück gekehrt, freue mich aber auf einen erneuten „Heimatbesuch“ und bin gespannt auf das, was Gott mit mir in diesem Jahr weiterhin vorhat.

Neugierig? Du möchtest mehr wissen? Schreib mir doch einfach eine e mail und ich antworte gerne.


Schön, dass du dabei warst :)

Bis dahin, eure Tabea Didi




tinkerbelckey am 08.Mär 12  |  Permalink
Indien- unfassbar und doch wahr!
... Das finde ich auch!
Eine gute Zusammenfassung für viele, viele Eindrücke und nicht weniger viele Gedanken!
Our god is greater!